Was sind Phytocannabinoide?

Was sind Phytocannabinoide?

Schauen wir uns an, was Phytocannabinoide sind und wie Phytocannabinoide unseren Körper und Geist beeinflussen.

Phytocannabinoide sind die Cannabinoide, die sowohl in Cannabis als auch in Hanf produziert werden. Es gibt eine große Bewegung in der wissenschaftlichen Gemeinschaft hin zu Cannabinoiden und den medizinischen Vorteilen, die sie den Menschen auf der ganzen Welt bieten. Viele Länder auf der ganzen Welt haben die Art und Weise, wie sie Cannabis betrachten und dessen Verwendungsmöglichkeiten neu bewertet. Während Marihuana wurde für seine medizinischen Zwecke jahrhundertelang benutzt wurde, wurde es Anfang der 1900er Jahre von vielen Ländern als Betäubungsmittel eingestuft. Erst vor kurzem haben sich die Länder wieder dem Marihuana und den medizinischen Vorteilen zugewandt, die es zu bieten hat.

Einige der beliebtesten Phytocannabinoide sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). Alle Cannabinoide, die in Pflanzen produziert werden, werden als Phytocannabinoide bezeichnet. Endocannabinoide sind Cannabinoide, die wir im eigenen Körper produzieren! Man muss nicht einmal Cannabis konsumieren, um Endocannabinoide herzustellen. Die beiden wichtigsten Endocannabinoide sind Anandamid (AEA) und 2-Arachidonoylglycerin (2-AG). Sowohl Phytocannabinoide als auch Endocannabinoide wirken sich auf unser Endocannabinoid-System aus.

Das Endocannabinoid-System ist eine Reihe von Rezeptoren, die in unserem Körper miteinander vernetzt sind. Die Rezeptoren im Gehirn sind in der Regel CB1-Rezeptoren, während die Rezeptoren im Immunsystem und im zentralen Nervensystem meist CB2-Rezeptoren sind. Es wird angenommen, dass das Endocannabinoid-System für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts im gesamten Körper und Geist verantwortlich ist. Einige Forscher glauben, dass es eine auf Hanf basierende Ernährung war, die es unseren Vorfahren vor zehntausenden von Jahren ermöglichte, ein komplexes Endocannabinoid-System zu entwickeln, das wir heute genießen.

Nachfolgend finden Sie einige der häufigsten Phytocannabinoide und wie sie mit unserem Endocannabinoid-System reagieren und interagieren:

  • Cannabigerol (CBG) - CBG gilt als Vorläufer der meisten anderen Phytocannabinoide. Es wird angenommen, dass CBG eine Vielzahl von verschiedenen therapeutischen Anwendungen hat, die sich als wirksamer als CBD bei der Behandlung neuropathischer Schmerzen erweisen. Enzyme in den Trichomen wandeln CBG in eines der 113 anderen Cannabinoide in der Cannabispflanze um. Nach diesem Prozess verbleibt nur noch sehr wenig CBG in der reifen Pflanze, normalerweise weniger als 1%. Lesen Sie hier mehr über CBG.

  • Cannabidivarin (CBDV) – CBDV ist ein weiteres nicht psychoaktives Cannabinoid. CBDV ist das Analogon zu CBD. Es hat eine 3-Kohlenstoff-Seitenkette (Propyl), anstelle von 5-Kohlenstoffen (Pentyl). Es hat viele der gleichen Eigenschaften wie CBD, und es wird derzeit an seiner Verwendung als Antikonvulsiva geforscht.

  • Cannabidiol (CBD) - Eines der bekannteren Phytocannabinoide, CBD hat die meisten therapeutischen Anwendungen und ist derzeit eines der am meisten untersuchten. Es ist nicht psychoaktiv, d.h. es macht uns nicht ‚high‘ wie THC. Das macht es legal, es in vielen Ländern der Welt zu kaufen und zu besitzen. CBD wird derzeit in der Behandlung einer Vielzahl von verschiedenen Erkrankungen eingesetzt, darunter als Antikonvulsivum, Antitumor, Antipsychotikum, Entzündungshemmer, Anti-Insomnie, Antidepressivum, Anxiolytikum, Antioxidant und Immunstimulant. Lesen Sie hier mehr über CBD.

  • Tetrahydrocannabinol (THC) – THC ist wohl das bekannteste Phytocannabinoid von allen! Wenn Sie Marihuana konsumieren und high werden, ist das das THC im Marihuana, das Sie beeinflusst. Wenn das THC an die CB1-Rezeptoren bindet, stimuliert es die Freisetzung von Endocannabinoiden, die sowohl unsere Stimmung als auch unseren Appetit regulieren. THC ist auch als starkes entzündungshemmendes Mittel bekannt, mit einer etwa zwanzigmal höheren Wirksamkeit als Aspirin. Es waren die psychoaktiven Eigenschaften von THC, die dazu führten, dass Cannabis als Betäubungsmittel eingestuft wurde. Lesen Sie hier mehr über THC.

  • Cannabichromene (CBC) – CBC ist ein weiteres therapeutisches Phytocannabinoid in Cannabis. Es wird von vielen als das stärkste Cannabinoid gegen Krebs angesehen. CBC interagiert mit CB2-Rezeptoren in Tumorzellen und produziert Oberflächenantigene, die zytotoxische Immunzellen rekrutieren, die sie zerstören. Eine weitere interessante Tatsache über CBC ist, dass es das einzige Phytocannabinoid ist, das das Wachstum von Gehirnzellen stimulieren soll. Dies wurde erst Ende der 90er Jahre für möglich gehalten! Dies hat die Forschung über den Einsatz von CBC als Therapie gegen Alzheimer angetrieben. Lesen Sie hier mehr über CBC.

Phytocannabinoide spielen eine wichtige Rolle in unserem Endocannabinoid-System, aber die Forschung ist noch in einem sehr frühen Stadium. Im letzten Jahrhundert hat der Status von Cannabis als Betäubungsmittel dazu geführt, dass nur wenig über seine Vorteile geforscht wurde. Da die Legalisierung von Cannabis und seine Reklassifizierung für medizinische Zwecke weiter zunimmt, werden immer mehr Forschungen und Studien durchgeführt.


Abonnieren Sie unseren Newsletter, um ein kostenloses Willkommensgeschenk