Was ist Hanf?

Hanf ist seit über 10000 Jahren Teil unserer Kultur

Hanf ist eine der ältesten, dem Menschen bekannten, domestizierten Pflanzen, die vermutlich aus Süd- oder Zentralasien stammt

Hanf ist eine der stärksten, langlebigsten, natürlichen Weichfaser-Pflanzen dieses Planeten. Seit Tausenden von Jahren wird es für Papier, Kraftstoff, Öle, Medizin, Kleidung, Hausbau, Plastik, Seil und sogar Lebensmittel benutzt. Tatsächlich besagt die Kolumbianische Geschichte der Welt, dass das älteste Überbleibsel der menschlichen Industrie ein Stück Hanfstoff von ca. 8.000 v. Chr. ist.

Aus diesem Grund ist Hanf vielseitig einsetzbar. Eine interessante Tatsache ist, dass Hanf sogar als gesetzliches Zahlungsmittel (Geld) galt, da die Menschen in Amerika über 200 Jahre lang ihre Steuern mit Hanf bezahlen konnten. Hanf war so wertvoll, dass Landwirte in Amerika und England manchmal Geldstrafen bekamen oder sogar ins Gefängnis mussten, weil sie kein Cannabis angebaut hatten.

Hanf ist nicht Marihuana. Marihuana ist nicht Hanf

Marihuana und Hanf sind zwei verschiedene Formen von Cannabis. Sie haben beide ihren eigenen Nutzen und Vorteile.

Eine der ersten Unterschiede, wie man Hanf und Marihuana auseinanderhalten kann, ist die Tatsache, dass Marihuana in der Regel nur in der Freizeit, spirituell und medizinisch genutzt. Viele verwenden es für die psychoaktiven Zwecke ("high") oder nicht psychoaktive Effekte und Vorteile je nach Cannabinoid Gehalt.

Hanf hingegen hat in den meisten Fällen einen sehr hohen Anteil an Cannabidiol (CBD) und nur einen geringen Anteil an Tetrahydrocannabinol (THC). Glücklicherweise ist das Cannabinoid-Profil von Hanf ideal für Menschen, die Nutzen aus Cannabis ohne die psychoaktiven Zwecke ("high") suchen.

Hanf wird für die Herstellung von pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln, Lebensmitteln, Fasern, Seilen, Papier, Ziegeln, Öl, natürlichen Kunststoffen und so vielen anderen industriellen und ökologischen Anwendungen und Vorteilen im Laufe der Geschichte verwendet.

In den letzten zehn Jahren haben sich die Forscher zunehmend für die medizinischen Vorteile eines anderen Wirkstoffs interessiert, der in beiden Pflanzen vorkommt, nämlich Cannabidiol (CBD). CBD ist ein nicht-psychoaktiver Bestandteil der Cannabispflanze, soll aber bei einer Vielzahl von Krankheiten helfen.

Es ist wichtig zu wissen, dass, obwohl THC und CBD die am meisten untersuchten Bestandteile von Cannabis sind, es viele weitere chemische Verbindungen in der Pflanze gibt, wie Cannabigerol (CBG), Cannabichromene (CBC), Cannabidivarin (CBDV), Tetrahydrocannabivarin (THCV), Terpene und Flavonoide. Während es noch viel über diese anderen Chemikalien zu lernen gibt, haben Forscher herausgefunden, dass Cannabisextrakte aus der ganzen Pflanze, die auch diese anderen Chemikalien enthalten, vorteilhafter sind als isolierte Extrakte, die nur CBD oder THC enthalten.

Es ist alles Cannabis

Wissenschaftlich gesehen sind Industriehanf und Marihuana die gleichen Pflanzen, mit einem Gattungs- und Artennamen von Cannabis sativa. Sie haben jedoch ein komplett anderes genetisches Profil.

Warum Hanf und Marihuana typischerweise verwechselt werden, liegt daran, dass sie beide von derselben Pflanzenart stammen, Cannabis sativa L.

Obwohl sowohl Hanf als auch Marihuana männliche und weibliche Geschlechter haben, ist das weibliche Pflanzengeschlecht dasjenige, das Hanf hauptsächlich von Marihuana unterscheidet. In der Marihuana-Pflanze produzieren die weiblichen Pflanzen die Knospen und Blüten, die der Benutzer konsumieren kann, um psychoaktive oder nicht psychoaktive Effekte zu erzielen. Bei Hanf hingegen tragen die weiblichen Pflanzen die Samen und haben starke Fasern, wofür Hanf hauptsächlich verwendet wird. Aus diesem Grund wird Hanf vor allem für industrielle und gewerbliche Zwecke verwendet.

Industrieller Hanf ist immer eine Sorte von Cannabis sativa, während Marihuana Cannabis sativa, Cannabis indica oder Cannabis ruderalis sein kann. Der Hauptunterschied ist, wie Industriehanf im Vergleich zu einer Marihuana-Form von Cannabis sativa gezüchtet wurde. Typischerweise ist Industriehanf sehr faserig, mit langen, kräftigen Stielen, und hat kaum blühende Knospen, während eine Marihuana-Sorte von Cannabis sativa kleiner, buschiger und voller blühender Knospen ist. In der Schweiz werden allerdings neuere industrielle Hanfsorten gezüchtet, die mehr Blüten haben sollen und höhere Erträge an Cannabinoiden und Terpenen erzielen sollen.

Um es zu relativieren, Marihuana kann alles von 5% bis über 20% Tetrahydrocannabinol (THC) Gehalt haben, während Hanf nur 0.3% bis 1.5% THC Gehalt hat.

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