Ist CBD in Spanien legal? Die Regeln 2026

06/10/2026
A hand holding a 10 ml bottle of Formula Swiss CBD oil in olive oil

Ja, CBD-Produkte dürfen in Spanien legal verkauft werden, die Regeln hängen aber vom Produkt ab. Stand Oktober 2026 steht CBD auf keiner spanischen Liste kontrollierter Stoffe, und das Königliche Dekret von 2025 über medizinisches Cannabis hält fest, dass CBD als nicht psychotrop wirksam gilt. Hanf darf aus zertifizierten EU-Sorten mit höchstens 0,3 % THC angebaut werden. CBD-Kosmetik fällt unter die EU-Kosmetikverordnung, während CBD nicht als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden darf, bis die EU es als neuartiges Lebensmittel zulässt. Die CBD-Öle von Formula Swiss sind in der EU als Kosmetika notifiziert, mit unter 0,2 % THC oder THC-frei.

Das Wichtigste in Kürze (Stand Oktober 2026)

Ist CBD ein kontrollierter Stoff?
Nein. Das spanische Betäubungsmittelgesetz (Ley 17/1967) folgt den UN-Listen, und CBD wird dort nicht genannt
Hanfanbau
Zertifiziertes Saatgut von Sorten aus dem EU-Sortenkatalog mit höchstens 0,3 % THC (Königliches Dekret 1048/2022)
CBD-Kosmetik
Fällt unter die EU-Kosmetikverordnung; Produkte müssen im EU-Portal (CPNP) notifiziert sein
CBD in Lebensmitteln
Nicht erlaubt, bis die EU CBD als neuartiges Lebensmittel zulässt (AESAN, Februar 2026)
Medizinisches Cannabis
Königliches Dekret 903/2025: standardisierte Cannabiszubereitungen, verordnet von Fachärzten im Krankenhaus
Autofahren
Jeder Nachweis von Drogen im Körper: 1.000 € Bußgeld und 6 Punkte (Verkehrsgesetz, Art. 14)
Unsere Öle
Als Kosmetika notifiziert (CPNP), Vollspektrum unter 0,2 % THC oder THC-frei

Was das spanische Recht zu CBD sagt

Das spanische Betäubungsmittelgesetz, Ley 17/1967, behandelt einen Stoff als Betäubungsmittel (estupefaciente), wenn er in den Listen I und II des Einheits-Übereinkommens der Vereinten Nationen über Suchtstoffe von 1961 steht. Cannabis, Cannabisharz sowie Cannabisextrakte und -tinkturen stehen auf diesen Listen. CBD als Molekül nicht. Artikel 9 desselben Gesetzes nimmt Cannabis aus, das für industrielle Zwecke angebaut wird, sofern es den betäubenden Wirkstoff nicht enthält.

Die deutlichste aktuelle Aussage findet sich im Königlichen Dekret 903/2025 über medizinisches Cannabis. Es stuft THC als psychotropen Stoff ein und hält fest, dass CBD als nicht psychotrop wirksam gilt. Es definiert CBD, ohne es auf eine Kontrollliste zu setzen.

Der Gerichtshof der Europäischen Union kam 2020 zum selben Ergebnis. Im Fall Kanavape entschied er, dass CBD ohne psychoaktiven Bestandteil kein Suchtstoff im Sinne des Einheits-Übereinkommens ist und dass ein Mitgliedstaat CBD, das in einem anderen Mitgliedstaat rechtmäßig hergestellt wurde, nicht verbieten darf, auch wenn es aus der ganzen Hanfpflanze gewonnen wird, es sei denn, das Verbot ist zum Schutz der öffentlichen Gesundheit notwendig und verhältnismäßig (Rechtssache C-663/18).

Hanfanbau in Spanien

Spanien setzt die EU-Agrarregeln für Hanf im Königlichen Dekret 1048/2022 um. Landwirte müssen zertifiziertes Saatgut von Sorten aus dem Gemeinsamen Sortenkatalog der EU mit einem THC-Gehalt von höchstens 0,3 % aussäen und die Pflanzen nach der Blüte mindestens zehn Tage auf dem Feld lassen, damit sie kontrolliert werden können. Das Dekret verlangt außerdem entweder einen Vertrag mit einem Verarbeiter oder eine Anbaugenehmigung der spanischen Arzneimittelbehörde (AEMPS).

Die Verwendung von Hanfblüten und Blütenständen ist der unklarste Bereich des spanischen Rechts. Die Agrarregeln erfassen sie nicht, und Spanien hat keine klare Regel zu ihrem Verkauf an Verbraucher veröffentlicht. Klären Sie den aktuellen Stand bei der AEMPS, bevor Sie Hanfblüten kaufen oder verkaufen.

Welche Regeln gelten für welches CBD-Produkt?

CBD-Produkte in Spanien: die wichtigsten Regeln nach Produktart
Produktart Wichtigste Regeln Was das bedeutet
Kosmetika (Öle für die Haut, Balsame, Cremes) EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 Sicherheitsbewertung, Produktinformationsdatei und Notifizierung im CPNP vor dem Verkauf
Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel EU-Novel-Food-Verordnung (EU) 2015/2283 Nicht erlaubt: CBD braucht eine EU-Zulassung als neuartiges Lebensmittel, bevor es als Lebensmittel verkauft werden darf
Medizinische Cannabiszubereitungen Königliches Dekret 903/2025 Nur von Fachärzten im Krankenhaus verordnet und nur von Krankenhausapotheken abgegeben
Cannabis mit THC Ley 17/1967 und Ley Orgánica 4/2015 Kontrolliert; Konsum oder Besitz von Drogen in der Öffentlichkeit ist eine schwere Ordnungswidrigkeit

CBD-Kosmetik in Spanien

Für Kosmetika gilt in Spanien die EU-Kosmetikverordnung, die in jedem Mitgliedstaat unmittelbar anwendbar ist. Ein CBD-Kosmetikum braucht eine Sicherheitsbewertung, eine Produktinformationsdatei und eine Notifizierung im EU-Notifizierungsportal für kosmetische Mittel (CPNP), bevor es in Verkehr gebracht wird. Die Verordnung verbietet Stoffe, die in den Tabellen I und II des Einheits-Übereinkommens aufgeführt sind (Anhang II, Eintrag 306), daher kommt es auf die Herkunft des CBD an. Die EU-Inhaltsstoffdatenbank CosIng führt Cannabidiol sowohl als synthetischen Inhaltsstoff als auch als Inhaltsstoff aus Cannabisextrakt. CosIng ist eine Referenzdatenbank, kein Gesetz.

CBD als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel

Im Februar 2026 bestätigte die spanische Agentur für Lebensmittelsicherheit und Ernährung (AESAN), dass CBD in der EU nicht als Lebensmittel verkauft werden darf, auch nicht als Nahrungsergänzungsmittel, bis die Europäische Kommission es als neuartiges Lebensmittel zulässt. Im selben Monat schlug die EFSA eine vorläufige sichere Aufnahmemenge für Nahrungsergänzungsmittel mit hochreinem CBD (mindestens 98 % Reinheit) vor, doch das ist keine Zulassung. Mehr dazu in unserem Artikel CBD in der EU: Status als neuartiges Lebensmittel.

Medizinisches Cannabis: Königliches Dekret 903/2025

Am 7. Oktober 2025 verabschiedete Spanien das Königliche Dekret 903/2025 über standardisierte Cannabiszubereitungen. Es wurde am 9. Oktober 2025 im spanischen Amtsblatt (BOE) veröffentlicht. Nach dem Dekret gilt:

  • die AEMPS führt ein Register standardisierter Cannabiszubereitungen, die nur von Laboren in der EU nach guter Herstellungspraxis hergestellt werden;
  • nur Fachärzte im Krankenhaus dürfen sie verordnen, und nur, wenn zugelassene Arzneimittel nicht gewirkt haben oder es keine gibt;
  • nur Krankenhausapotheken dürfen sie zubereiten und abgeben;
  • Zubereitungen mit 0,2 Gewichtsprozent THC oder mehr werden als psychotrope Stoffe kontrolliert.

An den Regeln für CBD-Kosmetik ändert das Dekret nichts.

Regionale Regeln

Einige spanische Regionen haben eigene Regeln. Das galicische Gesetz 6/2025 vom 23. Dezember, im Februar 2026 im BOE veröffentlicht, verbietet Minderjährigen den Zutritt zu Geschäften, die Cannabisprodukte verkaufen, ausdrücklich auch CBD, und untersagt es, Cannabiskonsum mit gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung zu bringen. Prüfen Sie neben dem nationalen Recht auch die Regeln Ihrer Region.

CBD und Autofahren in Spanien

Spanien hat eine Nachweisregel. Artikel 14 des Verkehrsgesetzes verbietet das Fahren mit jeglichen Drogen im Körper. Das ist ein sehr schwerer Verstoß mit 1.000 € Bußgeld und einem Abzug von 6 Punkten, unabhängig davon, ob der Fahrer beeinträchtigt ist. Ärztlich verordnete Medikamente sind ausgenommen, wenn der Fahrer weiterhin sicher fahren kann. Speicheltests am Straßenrand suchen nicht nach CBD selbst, sondern nach THC. Vollspektrum-Hanfprodukte enthalten geringe Mengen THC. Lesen Sie daher unseren Ratgeber zu CBD, Drogentest und Autofahren.

Aus unserer Produktion

Wir stellen unsere CBD-Öle selbst in Küssnacht am Rigi in der Schweiz her, wo sie formuliert, abgefüllt und etikettiert werden. Jedes Öl ist im EU-Portal CPNP als Kosmetikum notifiziert und hat eine eigene Produktinformationsdatei. Unsere Vollspektrum-Öle enthalten weniger als 0,2 % THC, unsere Breitspektrum-Öle sind THC-frei. Jede Produktionscharge wird getestet, und der THC-Gehalt steht auf jedem Etikett mit zwei Nachkommastellen.

Häufige Fragen

Ist CBD-Öl in Spanien legal?

CBD ist in Spanien kein kontrollierter Stoff. Ein CBD-Öl muss die Regeln seiner Produktkategorie erfüllen: Öle, die als Kosmetika verkauft werden, unterliegen der EU-Kosmetikverordnung, und CBD darf in der EU nicht als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden.

Wie hoch ist die THC-Grenze für Hanf in Spanien?

Hanf muss aus zertifizierten EU-Sorten mit höchstens 0,3 % THC angebaut werden. Nach dem Königlichen Dekret 903/2025 werden medizinische Cannabiszubereitungen mit 0,2 % THC oder mehr als psychotrope Stoffe kontrolliert.

Kann ich in Spanien CBD-Öl als Nahrungsergänzungsmittel kaufen?

Nein. Im Februar 2026 bestätigte die AESAN, dass CBD nicht als Lebensmittel, auch nicht als Nahrungsergänzungsmittel, verkauft werden darf, bis die Europäische Kommission es als neuartiges Lebensmittel zulässt.

Ist medizinisches Cannabis in Spanien legal?

Ja, in Grenzen. Das Königliche Dekret 903/2025 erlaubt standardisierte Cannabiszubereitungen, die von Fachärzten im Krankenhaus verordnet und von Krankenhausapotheken abgegeben werden.

Darf ich in Spanien nach der Anwendung von CBD Auto fahren?

Spanien ahndet beim Fahren jeden Nachweis von Drogen im Körper: 1.000 € Bußgeld und 6 Punkte. Die Tests suchen nach THC, nicht nach CBD, doch Vollspektrum-Produkte enthalten geringe Mengen THC. Wenn Sie Auto fahren, ist ein THC-freies Produkt daher die sicherere Wahl.

Darf ich CBD-Öl aus einem anderen EU-Land nach Spanien bestellen?

Der Gerichtshof der EU entschied 2020, dass ein Mitgliedstaat CBD, das in einem anderen Mitgliedstaat rechtmäßig hergestellt wurde, nicht verbieten darf, sofern eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit nicht hinreichend nachgewiesen ist. Das Produkt muss trotzdem die Regeln seiner Kategorie erfüllen.

Dieser Artikel gibt allgemeine Informationen zur Rechtslage im Oktober 2026. Er ist keine Rechtsberatung, und Gesetze und ihre Auslegung können sich ändern. Prüfen Sie die aktuellen Regeln bei den spanischen Behörden, bevor Sie kaufen, reisen oder verkaufen. CBD-Öle von Formula Swiss werden als Kosmetika zur Anwendung auf der Haut verkauft. Sie sind keine Nahrungsergänzungsmittel oder Arzneimittel und nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder ihnen vorzubeugen.

Zuletzt geprüft:

Quellen

  1. Ley 17/1967, de 8 de abril, por la que se actualizan las normas vigentes sobre estupefacientes. BOE-A-1967-5592.
  2. Real Decreto 903/2025, de 7 de octubre, preparados estandarizados de cannabis. BOE-A-2025-20077, 9. Oktober 2025.
  3. AEMPS. Preparados estandarizados de cannabis.
  4. Real Decreto 1048/2022 (GAP-Direktzahlungen), Art. 9. BOE-A-2022-23048.
  5. Verordnung (EU) 2021/2115 über die GAP-Strategiepläne, Art. 4 Abs. 4. EUR-Lex.
  6. AESAN. Seguridad del cannabidiol, 12. Februar 2026.
  7. EFSA. Provisional safe level for cannabidiol as a novel food, 9. Februar 2026.
  8. Real Decreto Legislativo 6/2015, Ley sobre Tráfico, Art. 14, 77 und 80. BOE-A-2015-11722.
  9. Ley Orgánica 4/2015 de protección de la seguridad ciudadana, Art. 36.16. BOE-A-2015-3442.
  10. Ley 6/2025, de 23 de diciembre (Galicien). BOE-A-2026-3386.
  11. Gerichtshof der Europäischen Union. Judgment in case C-663/18, B S and C A (Kanavape), 19. November 2020.
  12. Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel, Anhang II, Eintrag 306. EUR-Lex.
  13. Formula Swiss. Registrierte, konforme und legale Produkte.
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Robin Roy Krigslund-Hansen

Robin Roy Krigslund-Hansen

Über den Autor

Robin Roy Krigslund-Hansen is the co-founder and CEO of Formula Swiss and is responsible for formulation. Since co-founding the company in 2013, he has written about hemp, CBD, and the cannabis industry. His perspective draws on building Formula Swiss, conversations with researchers, and supporting CBD research.

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