EU hemp farming: the 0.3% THC threshold for CAP support

Hanfanbau in der EU: der THC-Grenzwert von 0,3 % für die GAP-Förderung

18/08/2023

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) erhöhte den THC-Grenzwert für Hanfflächen, die für Direktzahlungen infrage kommen, auf 0,3 %. Dabei handelt es sich um eine Fördervoraussetzung für die Landwirtschaft und nicht um einen allgemeinen THC-Grenzwert, der sämtliche aus Hanf gewonnenen Produkte zulässt.

EIHA berichtete im Oktober 2020, dass das Europäische Parlament eine Anhebung des Grenzwerts von 0,2 % auf 0,3 % unterstützt hatte. Das Parlament stimmte der GAP-Reform am 23. November 2021 endgültig zu, und der Rat verabschiedete das Paket förmlich am 2. Dezember 2021.

Die reformierte GAP wird seit dem 1. Januar 2023 angewendet. Damit Hanfflächen für Direktzahlungen infrage kommen, dürfen die verwendeten Sorten neben den weiteren geltenden Fördervoraussetzungen einen THC-Gehalt von höchstens 0,3 % aufweisen. Landwirte müssen außerdem zertifiziertes Saatgut von Sorten verwenden, die im Gemeinsamen Sortenkatalog der EU aufgeführt sind; ein THC-Prozentsatz allein begründet noch keine Förderfähigkeit.

Die Änderung eröffnete die Möglichkeit, eine größere Auswahl an Hanfsorten für förderfähige Erzeugung zu nutzen. Der GAP-Grenzwert von 0,3 % ersetzt weder nationale Anbauvorschriften noch Vorschriften für Verkauf und Verwendung von Produkten. Die ursprüngliche EIHA-Mitteilung nannte als nationale Beispiele 0,6 % in Italien und 1 % in der Tschechischen Republik. Dies sind historische Beispiele aus der EIHA-Mitteilung, keine Bestätigung dafür, dass der Anbau oder jedes Produkt mit diesen Werten nach heutigem nationalem Recht zulässig ist.

Die folgenden Kommentare bleiben als historische Aussagen eines Branchenvertreters erhalten. Die zitierte Aussage, es bestehe kein Sicherheitsrisiko, gibt die Ansicht des Sprechers wieder; der GAP-Grenzwert für die Förderfähigkeit belegt nicht, dass jedes daraus entstehende Produkt für Verbraucher sicher oder zugelassen ist.

"I have been fighting for this moment for over a decade. My special thanks go to our amazing team in Brussels, who have made this possible.” Deutsche Übersetzung: „Ich kämpfe seit über einem Jahrzehnt für diesen Moment. Mein besonderer Dank gilt unserem großartigen Team in Brüssel, das dies möglich gemacht hat.““, sagt Daniel Kruse, Präsident der European Industrial Hemp Association (EIHA).

This is a great day for the hemp sector and another step towards a greener future for Europe. However, if compared to other countries worldwide, 0, 3 % is still a low limit; for instance, Switzerland, in the heart of Europe, has a higher number, and other EU countries already work with higher limits as well. Scientific studies and many years of experience prove that higher limits pose absolutely no safety risk for consumers. The EU lays the foundation for a growing, green and sustainable industrial hemp sector across our Union and it has the chance to achieve a level playing field again in global competition when it comes to the industrial hemp sector.” Deutsche Übersetzung: „Dies ist ein großartiger Tag für den Hanfsektor und ein weiterer Schritt in Richtung einer grüneren Zukunft für Europa. Im Vergleich zu anderen Ländern weltweit sind jedoch 0,3 % immer noch ein niedriger Grenzwert; beispielsweise gilt in der Schweiz, im Herzen Europas, ein höherer Wert, und auch andere EU-Länder arbeiten bereits mit höheren Grenzwerten. Wissenschaftliche Studien und langjährige Erfahrung belegen, dass höhere Grenzwerte absolut kein Sicherheitsrisiko für Verbraucher darstellen. Die EU legt die Grundlage für einen wachsenden, grünen und nachhaltigen Industriehanfsektor in unserer gesamten Union und hat die Chance, in diesem Sektor im globalen Wettbewerb wieder gleiche Wettbewerbsbedingungen zu erreichen.

Quelle: EIHA.org. Ursprüngliche EIHA-Mitteilung; Endgültige Abstimmung des Europäischen Parlaments; GAP-Rechtsvorschriften.

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